Samstag, 28. Mai 2016

Der australische Wissenschaftler Tim Anderson war als einer der Hauptredner zu einer Konferenz über die Syrienkrise nach Griechenland eingeladen worden. Dagegen machte aber eine "Menschenrechtsgruppe" mit dem Namen "Syria Solidarity UK" aus Großbritannien Stimmung, worauf der Autor von "Dirty War on Syria" vom Veranstalter wieder ausgeladen wurde. Im Prinzip war dies eine Bestätigung des Inhalts seines Buches. Hier seine Stellungnahme zu der Ausladung.
"Syria Solidarity UK (SSUK), angeführt von einigen britischen "Linken", unterstützt vehement den von den USA angeführten Krieg gegen Syrien, und erscheint als Unterstützer aller mit Al-Kaida verbundenen bewaffneten Gruppen. Die Gruppe benutzt den Vorwand der Sorge um Flüchtlinge, während sie gleichzeitig einen furchtbaren Krieg schürt, der diese Flüchtlinge vertreibt.

Selbst nach fünf Jahren Stellvertreterkrieg, in denen klar wurde, dass NATO-Staaten und die Golf-Monarchien die teuflischsten Extremistengruppen bei dem Versuch benutzten, die syrische Regierung zu stürzen, behaupten einige kleine, in die Irre geleiteten linken westlichen Gruppen, dass es sich um eine "Revolution" handelt.

Ich wurde zum ersten Mal auf die SSUK aufmerksam, als sie kürzlich bei einer griechischen wissenschaftlichen Konferenz (Crossing Borders) dafür eintraten, dass ich als Hauptsprecher ausgeladen werden sollte. Ich war eingeladen worden, um die Beziehungen zwischen dem Krieg in Syrien und der europäischen Flüchtlingskrise darzulegen, nachdem mein jüngstes Buch "The Dirty War on Syria" das Interesse geweckt hatte.

Die SSUK unterscheidet sich stark von der "Syria Solidarity Movement" (SSM), die dem Krieg in Syrien ablehnend gegenüber steht. Als ich mir die SSUK genauer ansah, stellte ich fest, dass sie 2014 von Mitgliedern der British Socialist Workers Party (SWP) und/oder Splittergruppen gegründet worden war, die sich in den Jahren 2013/2014 nach einem Vergewaltigungsskandal innerhalb der SWP zusammen gefunden hatten. 

Der Sprecher für die SSUK und SWP Mitglied Mark Boothroyd  war von einer Reihe seiner Parteikollegen, darunter James Bloodworth, Razan Ghazzawi, Clay Claiborne, Kyle Orton und Paul Canning dabei unterstützt worden, meinem Erscheinen auf der Konferenz entgegen zu treten. Alle hatten die NATO-Bombardierung von Libyen befürwortet, und drängen nun den Westen dazu, mit Al-Kaida verbundene Gruppen in Syrien zu bewaffnen und eine direkte westliche Intervention durchzuführen. Einige Details dazu im folgenden Text.

Die SSUK spaltete sich von der britischen "Stop the War Coalition" ab, die sie kritisiert wegen ihrer "Gegnerschaft jeglicher britischen militärischen Einflussnahme" in Syrien, und weil die Koalition Zweifel an Vorwürfen gegen die syrische Regierung geäußert hatte. Die SSUK behauptet (wie die US-Regierung), dass Assad "schlimmer als ISIS ist, dass die meisten syrischen Flüchtlinge vor der Gewalt Assads fliehen" (SSUK2015). Die SSUK kritisiert auch „Stop the War UK“ weil diese Organisation Zweifel daran äußerte, dass der Chemiewaffeneinsatz von 2013 in Ost-Guta [der syrischen Regierung zuzuschreiben ist], ein Vorfall, den bewaffnete islamistische Gruppen fälschlicherweise der syrischen Armee anlasteten (siehe Anderson 2015).

Mark Boothroyd (2015) stellte klar, dass die SSUK die bewaffnete Opposition unterstützt, die von den USA und verschiedenen europäischen Staaten "Moderate Rebellen" genannt werden. Darin enthalten ist auch die von Saudi Arabien unterstützte Gruppe Jaysh al Islam, die türkische Koalition Jaysh al Fatah (angeführt durch vom Sicherheitsrat der UN als Terroristenorganisation geächteten Organisation Jabhat al Nusra) und Ahrar as Sham. Über die letztgenannte Gruppe wurde berichtet, dass sie im Mai 2016 den Tod von 150 Zivilisten in einer  Serie von Autobombenanschlägen entlang der syrischen Küste für sich beanspruchte (FARS News 2016).

Jede der genannten Gruppen hatte seit vielen Jahren Hand in Hand mit der geächteten Terrorgruppe Jabhat al Nushra kooperiert, während die Facebook Seite der SSUK die irakische und syrische Regierung angreift, weil sie die ISIS Hochburgen in Raqqa und Fallujah angriffen. Der britischen SSUK zufolge, dürfen arabische Länder geächtete Terroristengruppen in ihren eigenen Ländern nicht bekämpfen. Das entspricht der Einstellung von Washington.
DIE GESCHICHTE DER EIN-AUSLADUNG
Die Einladung an mich, an der "Crossing Borders" Konferenz in Griechenland teilzunehmen, kam im Februar von einem griechischen Wissenschaftler der schrieb:
GAT: "Wir veranstalten eine Konferenz über die Flüchtlingskrise in Lesvos. Bitte prüfen Sie die Möglichkeit, als ein Hauptredner aufzutreten ... Vielleicht könnten Sie über Syrien sprechen, und darüber, was sie in Ihrem Buch beschreiben, da es für die Zuhörer interessant sein wird".

Ich antwortete: "Soll ich über die Beziehung zwischen den Kriegen im Mittleren Osten und der Flüchtlingskrise referieren?"

GA: "Ja ... genau. Denn wir wollen der Konferenz eine kriegsablehnenende Note geben. Aber um es von Anfang an klar zu machen, ist die CITS nur der Veranstalter und Sie werden über die Ausgaben mit Ihrer Universität verhandeln müssen".

Drei Monate später, nachdem ich meine Flüge nach Griechenland gebucht hatte, erhielt ich diese Mitteilung:
GA: "Unglücklicherweise hat es einigen sehr negative Rückmeldungen in Bezug auf Ihre Teilnahme gegeben ... Einige andere Redner haben angedroht, nicht zu kommen".

Die Konferenz hatte eine Petition von der SSUK erhalten, die von 66 Personen unterschrieben worden war, und eine Serie von E-Mails. Das Komitee gab dann sehr schnell nach.
GA: "Sie haben Ihren Namen mit anti-linken Allianzen in Verbindung gebracht und mit Assad Unterstützern ... viele Leute von unserer Liste haben Nachrichten geschickt, in denen sie sich beschwerten und forderten, dass Sie als Sprecher ausgeladen werden".

Natürlich war immer klar gewesen, dass ich die syrische Regierung unterstützte, und dem Krieg negativ gegenüber stand, begründet in dem Prinzip der Selbstbestimmung des syrischen Volkes. Darüber hinaus dokumentiert mein Buch im Detail die verschiedenen Mythen die über den Krieg erschaffen worden waren.

Es war eine eindrucksvolle Leistung der SSUK, 66 Personen dazu zu bewegen, die Forderung nach meiner Absetzung als Redner auf der Konferenz zu unterstützen. Aber warum dieser Aufwand? Besonders in Hinsicht auf die Tatsache, dass die Geschichte zeigt, dass Versuche öffentlichen Rednern einen Maulkorb zu verpassen, und Bücher zu verbieten, nur umso mehr Aufmerksamkeit erzeugen. Und warum sollte eine "Linke" Gruppe so vehement einen weiteren von den USA geführten Krieg im Mittleren Osten unterstützen?
 UNTERSTÜTZER DES KRIEGES
Die SSUK (2016) erklärt ihre Unterstützung für "die Revolution des Volkes gegen das Assad-Regime". Boothroyd(2015) sagt, dass die Gruppe die kurdische YPG nicht unterstützt, da diese "sich nicht im Konflikt mit dem Assad Regime befindet, und daher nicht Teil der bewaffneten Rebellion ist". Er nennt für die Unterstützung die "Freie Syrische Armee", Jaysh al Fatah, Ahrar as Sham und Jaysh al Islam, alles Gruppen, die die USA, die Türkei und Saudi Arabien offen unterstützen.

Die Seiten der sozialen Medien von SSUK verlinken sich mit den PR-Organisationen wie der „Syria Campaign“ und den "White Helmets", zwei von mehreren "Menschenrechtsgruppen" die genutzt werden, um "Propaganda-Stürme" mit verdrehten und falschen Informationen zu entfachen, was dazu beiträgt, den Krieg zu eskalieren und zu verlängern (Beeley 2016; Bartlett 2015).

Die SSUK Petition gegen mich wurde auch von Bissan Fakih, einem Aktivisten der Syria Campaign Gruppe unterzeichnet, ebenso wie Rafif Jouejati, dem Direkter der in den USA ansässigen "gemeinnützigen" Organisation "FREE-Syria Foundation". Dieser war ein Sprecher der "Local Coordinating Committees" (LCC). Diese Organisation hatte sich Ende 2010 mit der "Freien Syrischen Armee" (FSA) und Jabhat als Nusra verbunden. Im Jahr 2013 wandte sich Jouejati gegen eine von den USA vorgeschlagene kleine Raketenoperation gegen Syrien, indem er sagte: "Die LCC unterstützt keinen begrenzten Schlag gegen Syrien. Wie John Kerry sagte, wäre der Schlag "unglaublich klein"" (Democracy Now 2013).

Die Petition unterzeichnete auch der Australier Michael Karadjis, der ganz offen die Al-Kaida Gruppe in Syrien unterstützt, und erklärt, dass "trotz der dschihadistischen Führerschaft von [Jabhat al] Nusra so sind doch viele ihrer einfachen Gefolgsleute anständige Revolutionäre" (Karadjis 2013). Er veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite seine Unterstützung für eine illegale und kriminelle türkisch-saudische Invasion Syriens: "Ich weiß, dass ich bei 90% meiner Freunde keine Punkte damit gewinnen kann, ... aber ich wäre für eine türkisch-saudische Aktion, um Assad zu vertreiben. Schlussendlich wäre das das geringere Übel ... ich unterstütze auch die massive Versorgung der Freien Syrischen Armee mit Luftabwehrwaffen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand dem nicht zustimmen könnte. Wenn das nicht reicht, ist unglücklicherweise eine regionale Aktion das Nächstbeste."

Michael Karadjis wurde in der Petition durch den australischen Freelance-Journalisten Antony Loewenstein unterstützt, der, seinerseits, durch den israel-freundlichen britischen Journalisten Nick Cohen gefolgt wurde, und den britischen Journalisten und SWP Mitglied James Bloodworth. Letzterer unterstützt eine westliche Intervention in Syrien und hat die "Freie Rede" eingefordert, als seine eigene SWP unter Druck geraten war (Bloodworth 2014). Sie alle wollten die Veröffentlichung meiner Ansichten auf den Konflikt, und die Auswirkungen auf Flüchtlinge, verhindern.

Unter dem Vorwand "Zivilisten zu schützen" und "auf Syrer zu hören", wiederholt die Facebook-Seite der SSUK ISIS-Propaganda. Sie zitieren bestätigend Einträge in "Solidarität mit den Menschen von Fallujah und Raqqa", in dem die Angriffe des Irak, der USA, der Kurden, Iraner und Syrer auf die ISIS in Raqqa und Fallujah beklagt werden. Dabei erklärt die Gruppe: "Wird die Stop the War Coalition (UK) sich gegen die von den USA unterstützten, von den Iranern und der kurdischen YPG geführten Blitzkrieg gegen Raqqa und Fallujah entgegen stellen?" Die SSUK verlinkt auf ein Video einer anderen britischen Gruppe, die behauptet, dass der Angriff der iraktischen Armee in Fallujah "eine ethnische Säuberung von Sunniten" darstellt.

Peter Tatchell, ein britischer Schwulenaktivist, war unter denjenigen, die den Konferenzorganisatoren eine E-Mail geschickt hatte. Er ist die Person, die selbst nach dem Desaster in Libyen, für eine Flugverbotszone in Syrien eintritt. Er behauptet hinterlistig, dass seine Forderung "Keine Bomben auf Syrien ... Flugverbotszone", nicht bedeuten würde "Großbritannien bombardiert Syrien". Aber nach der Zerstörung von Libyen durch die NATO sollten alle intelligenten Menschen verstehen, was eine "Flugverbotszone" bedeutet. Selbst konservative wissenschaftliche Berichte der USA zeigen auf, dass nach der NATO Intervention und Bombardierung unter dem Vorwand der Flugverbotszone, zehn Mal so viele Menschen in Libyen starben wie vorher.

Ein weiterer Unterzeichner der Petition, der Brite Oz Katerji, unterstützte ebenfalls die Flugverbotszone der NATO in Libyen und versucht sie selbst nach dem Desaster zu verteidigen. Er unterstützt die bewaffneten Gruppen in Syrien. Außerdem ist er der Projektkoordinator für "Help Refugees UK", und bring Hilfslieferungen zu der mit Flüchtlingen überfluteten, aber durch Jabhat al Nusra dominierten Stadt Gaziantep in der Türkei (Help Refugees UK 2016).

Diese Tatsachen unterstreichen das Dilemma dieser "humanitären" Al-Kaida Unterstützer. Sie proklamieren politische Unterstützung für die Al-Kaida Gruppen, liefern dann Hilfe an die Lager, die durch diese international geächteten Terrororganisationen kontrolliert werden. Von dort ist es nur ein kleiner Schritt zur materiellen Unterstützung von Terroristenorganisationen.

Dr. Rola Hallam, eine weitere Unterzeichnerin der Petition gegen mich, ist eine Ärztin, die in der in Großbritannien ansässigen "Nichtregierungsorganisation" "Hand in Hand for Syria" (HHS) involviert ist. Sie unterstützt die US-Militärintervention in Syrien. HHS, die von der BBC gefördert wird, wurde durch den britischen Rechercheur Robert Stuart bloßgestellt, und der Fälschung von Beweisen über einen angeblichen Angriff Syriens auf eine syrische Schule im August 2013 überführt. Das Ziel war klar einen Skandal zu erzeugen, der eine westliche Militärintervention auslösen sollte.

Beim Erzeugen eines Kataloges von Beweisen, fand Robert Stuart (2016) heraus, dass Sequenzen des angeblichen Angriffs auf die Schule "die angeblich die Nachwirkungen eines Brandbombenangriffes zeigten, ... zum großen Teil, wenn nicht vollständig, gestellt worden waren". Unter den Fälschungen waren auch "Dokumentarfilmaufnahmen" von Dr. Rola Hallam.

Unter den anderen Unterzeichnern der Petition der SSUK war auch der Wissenschaftler Thomas Pierret, der die von der NATO durchgeführte Intervention in Libyen unterstützt hatte, und seitdem kommentierte: "Warum sollten wir vor einem staatenlosen Syrien Angst haben? Libyen geht es so viel besser als Syrien ohne einen Staat". Razan Ghazzawi zitiert bestätigend einen Artikel in dem gesagt wird "der Westen sollte reflexartigen Antiimperialismus zurückweisen". Kyle Orton (2015) argumentiert "die NATO hatte Recht in Libyen zu intervenieren".

Ähnlich sieht Clay Clairborn die von der NATO herbeigebombte Katastrophe in Libyen als "eine revolutionäre Erfolgsgeschichte" an, und behauptet, dass Assad hinter Al-Kaida stecken würde (Clairboren 2015), selbst als Al-Kaida Gruppen syrische Soldaten und Zivilisten abschlachteten. Louis Proyect (2012), der sich selbst einen "reuelosen Marxisten" nennt, greift die "islamophobische Linke" an, weil sie nicht in die Kampagne einstimmt, islamistische Gruppen gegen Libyen und Syrien zu bewaffnen. Er sagt, dass er durch die islamistischen Angriffe gegen Libyen und Syrien inspiriert ist.

Es gibt keine extremistische bewaffnete Gruppe in Syrien, die nicht von der SSUK und seinen Verbündeten unterstützt wurde, während sie behaupten, den Flüchtlingen zu helfen, die gerade vor den köpfenden Verbrechern fliehen. Die meisten Binnenvertriebenen in Syrien suchen Schutz in den von der Regierung kontrollierten Regionen, in Sweida, Damaskus, Lattakia und Aleppo. Es ist klar, dass sie nicht "vor Assad fliehen".

Die SSUK verwendet niemals so detaillierte Beweise wie ich sie in meinem Buch angewandt habe, ihre Online-Kampagne scheint mehr Gewicht auf die Komitees zur "Überbrückung von Grenzen" zu legen. Ich frage meine wissenschaftlichen Kollegen: Was ist falsch an einer vernünftigen öffentlichen Debatte?...“


Ich bin stolz und dankbar, dass Tim mir das Vertrauen geschenkt hat, so dass ich sein Buch ins Deutsche übersetzen durfte. Es wird, in Begleitung einer Internetseite mit allen Links und weiterführenden Informationen, Mitte Juni auf den Markt kommen.

Die wirksamste Propaganda ist die simple Wahrheit!

(Quellen nach dem Originaltext in Englisch)
--------------------------------------- Originaltext in Englisch

‘Syria Solidarity UK’, the British ‘left’ group that backs al Qaeda
Tim Anderson


‘Syria Solidarity UK’ (SSUK), led by some British ‘leftists’, is strongly backing the US-led war on Syria and appears to support all the al Qaeda aligned armed groups. They use the pretence of concern for refugees while stoking a terrible war which drives those refugees.

Even after five years of proxy war, where it has become very clear that NATO states and the Gulf monarchies are using vicious extremist groups in an attempt to topple the Syrian Government, some small, deluded western ‘left’ groups still pretend this is a ‘revolution’.

I first became aware of the SSUK very recently when they lobbied a Greek academic conference (Crossing Borders) to have me removed as an invited keynote speaker. I had been invited to present on the relationship between the war on Syria and the European refugee crisis, after interest in my recent book, The Dirty War on Syria.

The SSUK is very different to the Syria Solidarity Movement SSM, which opposes the war on Syria. When I looked closer at the SSUK I saw it had been created in 2014 by members of the British Socialist Workers Party (SWP) and/or splinter groups formed over 2013-2014, after a rape scandal within the SWP.

Spokesperson for the SSUK and SWP member Mark Boothroyd was joined by a number of his party comrades - including James Bloodworth, Razan Ghazzawi, Clay Claiborne, Kyle Orton and Paul Canning - in opposing my presentation at the conference. They had all backed the NATO bombing of Libya and now urge western arming of the al Qaeda linked groups and direct western intervention in Syria. I provide some detail of this below.

The SSUK split from the British Stop the War Coalition, which they criticised for ‘opposing any UK military involvement’ in Syria and for casting doubt on some of the claims against the Syrian Government, claiming (like the US Government) that Assad is ‘worse than ISIS … that most Syrian refugees are fleeing Assad’s violence’ (SSUK 2015). The SSUK also criticises Stop the War UK for casting doubt on the 2013 East Ghouta chemical weapons incident, which the armed Islamist groups had falsely blamed the Syrian Army (see Anderson 2015).

Mark Boothroyd (2015), makes it very clear that the SSUK backs the armed opposition, called ‘moderate rebels’ by Washington and several European states. This includes the Saudi-backed Jaysh al Islam, the Turkish coalition Jaysh al Fatah (led by the banned Jabhat al Nusra) and Ahrar as Sham. That latter group was reported in May 2016 as having killed 150 civilians in a series of car bombings along the Syrian coast (FARS News 2016).

All of the above groups have worked hand in glove, for many years, with the banned terrorist group Jabhat al Nusra, while the SSUK Facebook site opposes Iraqi Government and Syrian Government bombing of ISIS strongholds in Raqqa and Fallujah. According to the British SSUK, Arab Governments cannot fight banned terrorist organisations in their own countries. This is much the same line as Washington.

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My invitation to the ‘Crossing Borders’ conference had come in February from a Greek academic:
GA: “we are having a conference on the refugee crisis in Lesvos. Please consider coming as keynote speaker … Maybe if you could speak about Syria and what you describe in your book [that] would be interesting to the audience.”

I responded: ‘The link between the wars of the New Middle East and the refugee crisis?’

GA: “Yes...exactly. That would be perfect since we want to give an anti-war tone to the conference. Just to be clear from the beginning CITS is only launching and so you will need to arrange expenses with your university.”

Three months later, after I had booked my flights to Greece, I received this message:
GA: “unfortunately there has been some very negative feedback about your participation … Some other speakers have threatened not to come.”

The conference committee had received a petition from the SSUK, signed by 66 people, then a series of emails. The committee caved in very quickly, after being emailed by the anti-Syrian group.
GA: “they have connected your name with anti-left alliances [and] with for Assad people … many people from our list have been sending messages complaining and asking to be removed as speakers.”

Of course, it had always been clear that I supported the Syrian Government and opposed the war, based on the principle of self-determination for the Syrian people. More importantly, my book documented in detail the various myths created about the war.

It was an impressive achievement on the part of the SSUK to get 66 people to lobby the conference to remove one of its speakers. But why so much effort? Especially when the history of attempts to gag public speakers and ban books tend to attract much more attention. And why would any ‘left’ group so vehemently back yet another US-led Middle East war?

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The SSUK (2016) proclaims its support for ‘the popular revolution against the Assad regime’. Boothroyd (2015) says the group does not support the Kurdish YPG as they are “not in conflict with the Assad regime, so don’t constitute part of the armed rebellion.” He cites with approval the ‘Free Syrian Army’, Jaysh al Fatah, Ahrar as Sham and Jaysh al Islam – all groups the US, Turkey and the Saudis openly back.

SSUK social media sites link up to western front organisations like the Syria Campaign and the White Helmets’, two of several ‘human rights’ front groups used to create ‘propaganda storms’ with distorted and fake information, helping escalate and prolong the war (Beeley 2016; Bartlett 2015).

The SSUK petition against me included Bissan Fakih, campaigner with The Syria Campaign, and Rafif Jouejati, director of the US-based charity the ‘FREE-Syria Foundation’. The latter was a spokesperson for the Local Coordinating Committees (LCC), which by late 2012 had aligned itself with the ‘Free Syrian Army’ (FSA) and Jabhat al Nusra. In 2013 Jouejati objected to the small scale of proposed US missile attacks on Syria, saying: “The LCC does not support a limited strike [on Syria]. As John Kerry said, this would be ‘unbelievably small’” (Democracy Now 2013).

The petition included Australian Michael Karadjis, who has openly backed the official al Qaeda group in Syria, saying that ‘despite the jihadist [Jabhat al] Nusra leadership, much of its ranks are decent revolutionaries’ (Karadjis 2013). He also posted on his Facebook site his support for what would be an illegal and criminal Turkish-Saudi invasion of Syria: “I know this won’t win points with 90% of my friends … but I would be in favour of a Turkish-Saudi action to drive Assad out. At very least it would be the lesser evil … I support providing the Free Syrian Army with massive supplies of anti-aircraft weaponry. I’m not sure how anyone can look at this and disagree. Short of that a regional action is, unfortunately, next best.”

Michael Karadjis was joined on the petition by Australian freelance journalist Antony Loewenstein who, in turn, was joined by the pro-Israel British journalist Nick Cohen and British journalist and SWP member James Bloodworth. The latter backs western intervention in Syria and has demanded ‘free speech’ when his own SWP is under attack (Bloodworth 2014). They all wanted to block my views on the conflict and its implications for refugees.

Under banners of ‘Protect civilians’ and ‘Listen to Syrians’, the SSUK FB site reproduces pro-ISIS propaganda. They cite with approval posts in ‘Solidarity with the peoples of Fallujah and Raqqa’, which complain about Iraqi, US, Kurdish, Iranian and Syrian attacks on ISIS in Raqqa and Fallujah, arguing: “Will Stop the War Coalition [UK] oppose the US-backed Iranian and Kurdish YPG blitzkriegs of Raqqa and Fallujah?” The SSUK links to a video from another British group which claims Iraqi Army attacks on ISIS in Fallujah represent “the ethnic cleansing of Sunnis”.

Peter Tatchell, a British gay activist, was one of those who emailed the conference organisers. He is a person who, even after the disaster in Libya, called for a no-fly zone in Syria. He disingenuously claimed that his ‘Don’t bomb Syria … no bomb zone’ placard did not mean ‘UK bombing of Syria’. But, after the NATO destruction of Libya, all intelligent people should understand what a ‘no fly zone’ means. Even conservative US academic reports, after the event, have demonstrated that more than ten times as many people died in Libya after the NATO intervention, on the ‘no fly zone’ pretext (Kuperman 2015).

Another signatory to the petition, British man Oz Katerji, supported the NATO ‘no fly’ intervention in Libya, and tries to justify it even after the disaster. He supports the armed groups in Syria. Further, he is a project coordinator for ‘Help Refugees UK’, and takes aid to the refugee flooded but Jabhat al Nusra-dominated town of Gaziantep in Turkey (Help Refugees UK 2016).

This highlights a dilemma with these ‘humanitarian’ al Qaeda supporters. They proclaim political support for the al Qaeda groups then, in the name of helping refugees, deliver aid to camps controlled by those same internationally banned terrorist organisations. This is a short step away from providing material support to terrorist groups.

Dr Rola Hallam, another of the signatories on the petition to gag me, is a doctor involved with the UK-based NGO ‘Hand in Hand for Syria’ (HHS). She supports US military intervention in Syria. HHS, backed by the BBC, was exposed by British investigator Robert Stuart for fabricating evidence over an alleged Syrian attack on a Syrian school in August 2013. The aim was clearly to create a scandal which would attract western military intervention.

Building a catalogue of evidence, Robert Stuart (2016) found the BBC sequences of the alleged school attack, ‘purporting to show the aftermath of an incendiary bomb attack … are largely, if not entirely, staged.’ Fabrications included the filmed commentaries from Dr Rola Hallam.

Amongst the other signatories on the SSUK petition were academic Thomas Pierret, who backed the NATO intervention in Libya and has since commented ‘Why should we be scared of statelessness in Syria? Libya is so much better than Syria without a state’. Razan Ghazzawi quotes with approval an article which says ‘the Western left should reject knee-jerk anti-imperialism’. Kyle Orton (2015) argues ‘NATO Was Right to Intervene in Libya’.

Similarly, Clay Clairborne regards the NATO-bombed catastrophe of Libya ‘a revolutionary success story’, arguing that Assad is behind al Qaeda (Clairborne 2015), even as the al Qaeda groups slaughter Syrian soldiers as well as civilians. Louis Proyect (2012), who calls himself ‘The Unrepentant Marxist’, attacks ‘the Islamophobic left’ for not supporting the campaigns to arm Islamist groups against Libya and Syria. He says he is ‘inspired by’ the Islamist attacks on Libya and Syria.

There is no extremist armed group in Syria that the SSUK and its allies have not backed, while they claim to support refugees that flee from war and the head choppers. Most displaced people within Syria seek refuge in government controlled areas, in Sweida, Damascus, Lattakia and Aleppo. They are clearly not ‘fleeing Assad’.

The SSUK never uses the sort of detailed evidence that I have applied in my book, yet their online campaign seemed to carry more weight with the ‘Crossing Borders’ committee. I simply ask my academic colleagues: what is wrong with reasonable public debate?
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Sources

Anderson, Tim (2015) ‘The Dirty War on Syria: Chemical Fabrications, The East Ghouta Incident, Global Research, 12 December, online: http://www.globalresearch.ca/the-dirty-war-on-syria-chemical-fabrications-the-east-ghouta-incident/5493698

Anderson, Tim (2016) The Dirty War on Syria: Washington, Regime Change and Resistance, Global Research, e-book available online: http://www.globalresearch.ca/the-dirty-war-on-syria-washington-regime-change-and-resistance/5504372

Bartlett, Eva (2015) ‘“Human Rights” front groups (“Humanitarian Interventionalists”) Warring on Syria’, Fall, online: http://www.wrongkindofgreen.org/tag/the-syria-campaign/

Beeley, Vanessa (2016) ‘George Soros: Anti-Syria Campaign Impresario’, 21st Century Wire, 22 April, online: http://21stcenturywire.com/2016/04/22/george-soros-anti-syria-campaign-impresario/

Boothroyd, Mark (2015) ‘Who are the Syrians rebels?’ Syrian Solidarity UK, 19 December, online: http://www.syriauk.org/2015/12/who-are-syrian-rebels.html

Bloodworth, James (2014) ‘Shutting down abortion debates and banning the SWP - what a terrible week for free speech’, 21 November, online: http://www.independent.co.uk/voices/comment/shutting-down-abortion-debates-and-banning-the-swp-what-a-terrible-week-for-free-speech-9875022.html

Clairborne, Clay (2014) ‘Why I consider Libya a revolutionary success story’, Linux Beach, 4 March, online: http://claysbeach.blogspot.com.au/2014/03/why-i-consider-libya-revolutionary.html

Cohen, Nick (2015) ‘Future generations will despise our ‘realism’ on Syria’, The Guardian, 13 September, online: http://www.theguardian.com/commentisfree/2015/sep/13/west-offer-alternative-to-isis-and-assad

Democracy Now (2013) ‘As Assad Regime Accepts Russian Plan on Chemical Weapons, A Debate on Syria's Path Forward’, 10 September, online: http://www.democracynow.org/2013/9/10/as_assad_regime_accepts_russian_plan

FARS News (2016) ‘Ahrar Al-Sham, Not ISIL, Responsible for Monday Blasts in Lattakia’, 24 may, online: http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950304001226

Ghazzawi, Razzan (2012) ‘Libya and Syria: When anti-imperialism goes wrong | Pham Binh’, 5 July, online: https://razanghazzawi.org/2012/07/05/libya-and-syria-when-anti-imperialism-goes-wrong-pham-binh/

Ghazzawi, Razzan (2016) ‘Revolt and war in Syria five years on’, Socialist Worker, 8 March, online: https://socialistworker.co.uk/art/42301/Revolt+and+war+in+Syria+five+years+on

Help Refugees UK (2016) ‘Turkey’, online: http://www.helprefugees.org.uk/tag/turkey/

Karadjis, Michael (2013) ‘Syrian rebels overwhelmingly condemn US bombing as an attack on revolution’, online: https://mkaradjis.wordpress.com/2014/09/25/syrian-rebels-overwhelmingly-condemn-us-bombing-as-an-attack-on-revolution/

Kuperman, Alan J. (2015) Obama’s Libya Debacle’, Foreign Affairs, 16 April, online: https://www.foreignaffairs.com/articles/libya/2015-02-16/obamas-libya-debacle

Orton, Kyle (2015) ‘Why NATO Was Right To Intervene In Libya’, 21 October, online: https://kyleorton1991.wordpress.com/2015/10/21/why-nato-was-right-to-intervene-in-libya/

Proyect, Louis (2012) ‘Libya, Syria, and left Islamophobia’, The Unrepentant Marxist, online: https://louisproyect.org/2012/07/23/libya-syria-and-left-islamophobia/

Sinclair, Ian (2016) ‘Countering Peter Tatchell’s pro-war anti-war arguments on Syria’, Open Democracy, 15 January, online: https://www.opendemocracy.net/uk/ian-sinclair/countering-peter-tatchell-s-pro-war-anti-war-arguments-on-syria

SSUK (2015) Why Stop the war don’t want to listen to Syrians’, 12 November, online: http://leftfootforward.org/2015/11/why-stop-the-war-dont-want-to-listen-to-syrians/

SSUK (2016) Syria Solidarity UK’, online: http://www.syriauk.org/p/about-us.html

SSUK FB (2016) Facebook Posts, online:
https://www.facebook.com/SyriaUKorg/
https://eternispring.wordpress.com/2016/05/24/fallujah-and-raqqa-are-getting-or-are-about-to-get-blitzkrieged/
https://www.facebook.com/doammuslims/videos/1066232390090994/

Stuart, Robert (2013-2016) ‘Fabrication in BBC Panorama 'Saving Syria’s Children'’, online: https://bbcpanoramasavingsyriaschildren.wordpress.com/

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